mit Sauerteig

Leinsamenbrot – Samstagsliebe

Früher gab es bei unserem Bäcker nur Samstags Leinsamenbrot. Wir holten Brötchen und das Brot gerne ganz freiwillig ab. Wer das Brot hatte, dem waren die Brötchen nämlich ganz egal. So kam es, dass wir das Brot ganz schnell vernichteten. Es war so irre saftig und nussig und der Biss auf Leinsamen war einfach himmlisch. Am liebsten mit ein bisschen Butter und ganz wenig Nuss-Nougat-Aufstrich – eine Kombi, die es in sich hat. Damals, als Kinder, liefen wir dem Hüftgold noch davon. Wir freuten uns jeden Samstag aufs Neue!

Warum aber nur in Erinnerungen schwelgen? Einfach selbst machen! Es hat ein paar Versuche benötigt, bis es dem Geschmack der Kindheit zu 95% nahe kam. Die restlichen 5% sind wohl das Bäckergeheimnis. Unser Bäcker hat damals ganzen Leinsamen verwendet, ich habe mich hier für geschroteten entschieden. Wenn auch die Krume nicht perfekt ist, ich liebe dieses Brot, ein paar mehr oder weniger Poren sind mir da herzlich egal! Immerhin backe ich mit Liebe und Leidenschaft und muss als Hobbybäckerin keine Noten einheimsen. 🙂

Leinsamenbrot – Samstagsliebe

Eine Kindheitserinnerung
Vorbereitung10 Min.
Ruhezeit1 d 4 Stdn.
Zeit am Backtag5 Stdn. 10 Min.
Portionen 1 Brot â 1.200 g Teigeinlage

Equipment

  • Kneter
  • Wanne oder Edelstahlschüssel
  • Kastenform (23 x 11 x 9,5 cm) für 1 kg Brot / Teigeinlage ca. 1.200 g

Zutaten

Sauerteig

  • 55 g Wasser
  • 55 g Weizenvollkornmehl
  • 10 g Anstellgut

HAUPTTEIG

  • 120 g Sauerteig
  • 350+50 g Wasser
  • 250 g Weizenmehl Typ 1050
  • 150 g Roggenmehl Typ 1150
  • 60 g Leinsamen geschrotet
  • 10 g Salz
  • 2 g Hefe
Anleitungen

Sauerteig

  • Anstellgut im Wasser auflösen und mit dem Mehl von Hand vermischen. 12-20 h bei Raumtemperatur reifen lassen.

HAUPTTEIG

  • Alle Zutaten mit zunächst 350g Wasser auf kleinster Stufe vermischen. Dann ca. 8 -10 Minuten auf Stufe 1 weiterkneten. Sollte der Teig zu trocken sein, nach und nach das restliche Wasser zugeben. Fenstertest sollte möglich sein!
  • In eine geölte Wanne geben und sofort 1 x dehnen und falten.
  • 3-4 h bei Raumtemperatur stehen lassen. Wer eine Gärbox hat, kann die Zeit bei 27 ° auf gute 1,5 – 2 h verkürzen.
  • Den Teig in eine gebutterte Kastenform geben, glattstreichen und mit Wasser besprühen. Mit einer Haube Abdecken. Stückgare ca. 2-3 h. Fingertest anwenden. Am besten seitlich oben am Rand der Kastenform drücken, da man sonst den Fingerstupser nach dem Backen sieht. Der Teig sollte fast den Rand erreichen.
  • Wer möchte, kann den Teigling stippen oder einschneiden. Die Kastenform mit ganz wenig Schwaden in den auf 250° vorgeheizten Ofen geben. Nach 10 Minuten Schwaden ablassen, Temperatur auf 200° reduzieren und in 35 – 40 Minuten fertig backen.
TIPP:
Die Knetzeiten wurden mit einer Kenwood Maschine mit Profiknethaken ermittelt. Wer eine andere Maschine hat, muss das beobachten. Bei einer Ankarsrum verlängert sich sie Knetzeit auf Stufe 1-2 teilweise bis zu 35 Minuten, vor allem bei sehr kleberstarken Mehlen.
Austausch von Mehlsorten:
Weizen 1050 kann durch Ruchmehl, Roggen 1150 durch Alpen- . oder Champagnerroggen ausgetauscht werden. Beide Mehle benötigen mehr Flüssigkeit! Nachschütten, wenn erforderlich. Die Menge kann infolgedessen mehr als 400 g Wasser sein!  
 

5 Comments

  • Angie

    Hallo, danke für dein interessantes Rezept, ich habe dazu eine Frage, ist das Anstellgut LM oder Roggen-Sauerteig? Das Foto sieht ja eher aus wie LM. Ich habe nämlich nur LM und würde gerne dein Rezept ausprobieren.

    • brotfrohlein

      Liebe Angie, du kannst auch LM nehmen. Sorry für die späte Antwort, meine Benachrichtigung funktioniert momentan nicht.
      LG Sylvia

    • brotfrohlein

      Liebe Angie, du kannst auch LM nehmen. Sorry für die späte Antwort, meine Benachrichtigung funktionierte leider nicht.
      Der Fehler wurde gestern behoben.
      LG Sylvia

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